Zukunftsaussichten

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Zukunftsaussichten für Bitcoin: Angebot, Nachfrage und Verteilung in der finalen Phase

Was passiert, wenn die mathematisch begrenzte Menge von Bitcoin – von der heute schon ein erheblicher Teil verloren ist – auf eine Welt trifft, die ihn erst jetzt wirklich versteht?

Dieser Artikel erklärt dir:

  • Warum das reale Angebot an Bitcoin bereits heute deutlich geringer ist als oft angenommen.
  • Wie verlorene Coins langfristig das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage verschieben.
  • Warum Institutionen, Staaten und Superreiche die Verteilung des verfügbaren Angebots dramatisch beeinflussen könnten.
  • Welche Dynamiken eine globale FOMO („Fear of Missing Out“) beim Retail auslösen könnte.
  • Wie ein weltweites Wettrennen um „die letzten Satoshis“ aussehen kann – und welche Rolle du darin spielst.

Der mythos der 21 Millionen – und die Realität

Bitcoin ist auf 21 Millionen Einheiten limitiert – das weiß jeder, der sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt. Doch diese Grenze ist irreführend, wenn es um das effektiv handelbare Angebot geht.

Denn:

  • Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 3 und 4,5 Millionen Bitcoin unwiederbringlich verloren sind.
  • Viele dieser verlorenen Coins stammen aus der Frühzeit (z. B. Satoshi Nakamoto) oder durch menschliches Versagen (z. B. vergessene Schlüssel, kaputte Festplatten).

Beispiel|Metapher: Stell dir vor, du planst mit 21 Päckchen Mehl einen Kuchen zu backen – aber 5 Päckchen sind leer oder verschüttet. Dein theoretischer Vorrat hilft dir nicht – entscheidend ist, was du wirklich noch verwenden kannst.

→ Siehe auch: Verlorene Coins

Bitcoin auf dem Weg zur „illiquiden Mehrheit“

Laut On-Chain-Daten nimmt der Anteil der illiquiden Bitcoin stetig zu – das heißt: Coins, die auf Wallets liegen, von denen über lange Zeiträume keine Ausgänge zu sehen sind.

  • Viele HODLer transferieren ihre Bitcoin auf Cold-Wallets.
  • Institutionelle Investoren und langfristige Akteure kaufen stetig zu und verkaufen nicht.
  • Die tägliche Menge an frei handelbaren Bitcoin schrumpft – das verfügbare Angebot trocknet aus.

Wenn Staaten und Superreiche erwachen

Was passiert, wenn der „Mainstream“ des Kapitals begreift, dass es sich bei Bitcoin um ein begrenztes digitales Gut handelt – ähnlich wie digitales Land?

  • Einzelne Staaten haben bereits begonnen (z. B. El Salvador).
  • In der Zukunft könnten auch kleinere Zentralbanken, Staatsfonds oder Rohstoffexportländer (z. B. Katar, Norwegen) Bitcoin akkumulieren.
  • Parallel steigen bereits heute Familienoffices, Milliardäre und Pensionsfonds mit langfristigem Horizont ein.

Beispiel|Metapher: Es ist wie bei der letzten Runde einer exklusiven Auktion: Erst wenn die Bieter sehen, wie wenig verfügbar ist, beginnt der wahre Wettkampf.

OTC-Desks werden trocken – der Liquiditätskollaps

Früher konnte man über OTC-Desks große Mengen Bitcoin diskret und günstig kaufen. Doch:

Wenn große Marktteilnehmer kaufen wollen – gibt es einfach weniger zu kaufen.

Denkanstoß: Was bedeutet es für dich als langfristiger Investor, wenn plötzlich alle „großen Spieler“ ins Stadion stürmen, während du schon längst auf der Tribüne sitzt?

Der frühe Vogel – FOMO im Retail-Sektor

Wenn Superreiche, Staaten und Konzerne Bitcoin öffentlich akkumulieren – entsteht ein massiver psychologischer Druck im Retail-Markt:

  • Medienberichte verstärken das Momentum.
  • Die Wahrnehmung von Knappheit setzt ein – auch ohne Preisdruck.
  • Menschen beginnen, nicht ganze Bitcoin, sondern nur noch einzelne Satoshis zu kaufen.

Beispiel|Metapher: Stell dir eine Muschelwährung auf einer Insel vor. Die Einheimischen haben sie seit Jahrhunderten gesammelt. Dann kommen Entdecker mit Goldsäcken und kaufen alles leer. Die Einheimischen müssen plötzlich für das, was sie vorher selbst hatten, viel Geld bezahlen.

Ein Blick in die Endphase: Hyperbitcoinisierung oder schleichende Knappheit

In der langfristigen Perspektive könnte Bitcoin zwei Wege gehen:

In beiden Szenarien nimmt das täglich verfügbare Angebot weiter ab – bei potenziell exponentiell steigender Nachfrage.

Wissenswertes

  • 1. Effektiv sind vermutlich nur rund 17–18 Mio. Bitcoin noch zugänglich.
  • 2. Über 60 % aller Bitcoin liegen laut Glassnode seit mehr als einem Jahr unbewegt auf Wallets.
  • 3. Große Mining-Firmen wie Marathon oder Hut8 verkaufen nicht mehr regelmäßig.
  • 4. OTC-Desks berichten über zunehmende Angebotsengpässe.
  • 5. Immer mehr Wallets halten Bruchteile eines Bitcoin – Microstacking ist ein Trend.
  • 6. Retail-Nutzer fokussieren sich zunehmend auf Sats statt ganze Coins.
  • 7. Ein Supply Shock könnte schleichend und nicht plötzlich eintreten – wie ein Wasserhahn, der langsam versiegt.

Wissen – kurz & kompakt

  • Die 21 Mio. Bitcoin sind ein Mythos – real sind weniger verfügbar.
  • Institutionen, Staaten und Superreiche akkumulieren zunehmend langfristig.
  • Der Retail wird in einem fortgeschrittenen Zyklus wohl nur noch teure Bruchteile kaufen können.
  • Eine globale FOMO kann entstehen, wenn Bitcoin als knappes Gut realisiert wird.
  • Langfristig nimmt das liquide Angebot stetig ab – bei gleichzeitig wachsender globaler Nachfrage.

Glossar

Denkanstöße und weiterführende Fragen

  • Was würdest du tun, wenn plötzlich Staaten und Großinvestoren täglich Bitcoin kaufen?
  • Hättest du genug Sats, wenn die Verfügbarkeit in den nächsten Jahren drastisch sinkt?
  • Wie verändert sich deine Perspektive auf Bitcoin, wenn du nicht mehr ganze Coins, sondern Satoshis denkst?
  • Welche Rolle spielen Medien und soziale Netzwerke bei der FOMO-Verstärkung?
  • Sollte man heute handeln wie jemand, der bereits weiß, dass es morgen zu spät sein könnte?




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